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Kevin Spacey und sein Anwalt vor Gericht
Kevin Spacey und sein Anwalt vor Gericht
© BBC

Verfahren gegen Kevin Spacey eingestellt

Zeuge will weiterhin nicht aussagen

(18.07.2019) Update
Die Staatsanwaltschaft hat gestern den Fall gegen Kevin Spacey wegen sexueller Belästigung eines jungen Mannes im Jahr 2016 in einer Bar in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts fallen gelassen. Der Kläger hatte sich zuvor geweigert, Auskunft über sein verschwundenes Handy zu geben, von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht und zugleich seine Zivilklage gegen Spacey zurück gezogen.

Der Richter hatte klar gestellt, dass ohne eine Aussage die Strafrechtsklage abgewiesen werden würde. Die Klägerseite erbat sich Bedenkzeit und versuchte vergeblich, den jungen Mann doch noch zur Aussage zu bewegen. Gestern dann sah sich Bezirksstaatsanwalt Michael O'Keef gezwungen zu erklären, dass man die Klage "aufgrund der Nichtverfügbarkeit des Beschwerde führenden Zeugen" zurück ziehe.

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(14.07.2019) Anklage gegen Kevin Spacey vor dem Aus Die Anklage gegen Kevin Spacey wegen sexueller Belästigung steht vor dem Aus. Nachdem ein wichtiges Beweismittel verschwunden ist und der Kläger von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch gemacht hat, um sich mutmaßlich nicht selbst zu belasten, hat ein Richter in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts erklärt, voraussichtlich die Klage abzuweisen.

Ein entscheidendes Beweismittel - das Handy des Klägers, auf dem sich Konversationen und Filme mit seiner Freundin und sieben Freunden vom mutmaßlichen Tatabend in einer Bar in Nantucket im Jahr 2016 befunden haben sollen - ist verschwunden. Im Juni wollte die Verteidung von Spacey das Handy untersuchen, woraufhin der Kläger und seine Familie behaupteten, es sei verschwunden und sie wüssten nicht, wo es sei. Die Polizei erklärt, es dem Kläger es nach ihren Untersuchungen wieder ausgehändigt zu haben; es fehlt allerdings ein Übergabeprotokoll.

Schon zuvor hatte es Irritationen um gelöschte Daten auf dem Telephon gegeben. Der Hauptermittler des Falls hatte fest gestellt, dass Daten fehlten. Der Kläger erklärte zunächst, nichts gelöscht zu haben, bevor er dann den fünften Verfassungszusatz des Aussageverweierungsrechts zog. Zuvor hatte seine Mutter bereits eingeräumt, Daten gelöscht zu haben, die sie als peinlich empfunden habe - so solche, die ihren trinkenden Sohn zeigen. Sie habe aber nichts gelöscht, was relevant für den Fall gewesen sei - diese Behauptung ließ der Richter nicht gelten. Alles sei relevant. Aber möglicherweise konterkarierten die Bilder die Behauptungen des Klägers, er sei von Kevin "abgefüllt" worden, bevor sich dieser angeblich an ihn rangemacht habe.

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(08.01.2019) Heute Anhörungstermin in Massachusetts
Kevin Spacey muss heute vor einem Gericht in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts erscheinen. Der Mime ist angeklagt, einen jungen Mann in einer Bar auf der kleinen Insel 2016 unsittlich berührt zu haben. Spacey hat bereits angekündigt, dass er sich als "nicht schuldig" erklären wird. Seine Bitte, nicht persönlich erscheinen zu müssen, um "die negative öffentliche Aufmerksamkeit, die der Fall bereits heraufbeschworen hat, nicht noch zu vergrößern", hat das Gericht abgelehnt. Sollte er verurteilt werden, drohen dem Schauspieler bis zu fünf Jahren Haft.
Im November 2017 hatte eine ehemalige Nachrichtensprecherin den 59-Jährigen öffentlich beschuldigt, ihren damals 18 Jahre alten Sohn, der in der Bar des Club Car als Aushilfskellner arbeitete, belästigt zu haben, indem er ihm an die Genitalien griff.

Es ist der erste gerichtskundige Fall in einer Reihe von gut 30 Anschuldigungen ähnlicher Art gegen Kevin in den USA und in England, die seine Karriere vor zwei Jahren mit einem Schlag beendet haben.

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(08.01.2019) Star erklärt sich für nicht schuldig
Mit einem hatte Kevin Spacey recht behalten: Sein kurzer, formaler Auftritt in einem Gericht in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts hat sich gestern zu einem Medienzirkus entwickelt. Dutzende Journalisten waren in das verschlafene Urlaubsnest eingefallen, CNN berichtete per Live-Ticker, BBC sogar als "Breaking News" direkt aus dem Gerichtssaal, in dem Kameras zugelassen sind.

Spektakuläres spielte sich nicht ab, der Akteur sagte kein einziges Wort, sondern ließ nur über seinen Anwalt verlautbaren, dass er sich bezüglich der Anschuldigungen, im Sommer 2016 in einer örtlichen Bar einen 18-Jährigen unsittlich berührt zu haben, für nicht schuldig erkläre.

Richter Thomas Barrett erklärte dem Darsteller, dass er sich dem mutmaßlichen Opfer nicht nähern oder es kontaktieren dürfe. Danach wurde der weitere Gerichtstermin, bei dem dann weder der 59-Jährige noch der Kläger persönlich anwesend sein müssen, für den 4. März festgesetzt, und Kevin, ohne eine Kaution zahlen zu müssen, nach rund zehn Minuten entlassen.

Für Spacey war er der erste öffentliche Auftritt seit über einem Jahr, nachdem er von dem Schauspieler Anthony Rapp im Oktober 2017 beschuldigt worden war, ihn 1986 sexuell bedrängt zu haben.


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