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Kevin Spacey und sein Anwalt vor Gericht
Kevin Spacey und sein Anwalt vor Gericht
© BBC

Kevin Spacey muss vor Gericht

Star erklärt sich für nicht schuldig

(08.01.2019) Update
Mit einem hatte Kevin Spacey recht behalten: Sein kurzer, formaler Auftritt in einem Gericht in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts hat sich gestern zu einem Medienzirkus entwickelt. Dutzende Journalisten waren in das verschlafene Urlaubsnest eingefallen, CNN berichtete per Live-Ticker, BBC sogar als "Breaking News" direkt aus dem Gerichtssaal, in dem Kameras zugelassen sind.

Spektakuläres spielte sich nicht ab, der Akteur sagte kein einziges Wort, sondern ließ nur über seinen Anwalt verlautbaren, dass er sich bezüglich der Anschuldigungen, im Sommer 2016 in einer örtlichen Bar einen 18-Jährigen unsittlich berührt zu haben, für nicht schuldig erkläre.

Richter Thomas Barrett erklärte dem Darsteller, dass er sich dem mutmaßlichen Opfer nicht nähern oder es kontaktieren dürfe. Danach wurde der weitere Gerichtstermin, bei dem dann weder der 59-Jährige noch der Kläger persönlich anwesend sein müssen, für den 4. März festgesetzt, und Kevin, ohne eine Kaution zahlen zu müssen, nach rund zehn Minuten entlassen.

Für Spacey war er der erste öffentliche Auftritt seit über einem Jahr, nachdem er von dem Schauspieler Anthony Rapp im Oktober 2017 beschuldigt worden war, ihn 1986 sexuell bedrängt zu haben.

(08.01.2019) Heute Anhörungstermin in Massachusetts
Kevin Spacey muss heute vor einem Gericht in Nantucket im US-Bundesstaat Massachusetts erscheinen. Der Mime ist angeklagt, einen jungen Mann in einer Bar auf der kleinen Insel 2016 unsittlich berührt zu haben. Spacey hat bereits angekündigt, dass er sich als "nicht schuldig" erklären wird. Seine Bitte, nicht persönlich erscheinen zu müssen, um "die negative öffentliche Aufmerksamkeit, die der Fall bereits heraufbeschworen hat, nicht noch zu vergrößern", hat das Gericht abgelehnt. Sollte er verurteilt werden, drohen dem Schauspieler bis zu fünf Jahren Haft.

Im November 2017 hatte eine ehemalige Nachrichtensprecherin den 59-Jährigen öffentlich beschuldigt, ihren damals 18 Jahre alten Sohn, der in der Bar des Club Car als Aushilfskellner arbeitete, belästigt zu haben, indem er ihm an die Genitalien griff.

Es ist der erste gerichtskundige Fall in einer Reihe von gut 30 Anschuldigungen ähnlicher Art gegen Kevin in den USA und in England, die seine Karriere vor zwei Jahren mit einem Schlag beendet haben.


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