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Britische Filmpreise: "Roma" und "The Favourite" räumen ab

Olivia Colman und Rami Malek gewinnen

Der große Gewinner der 72. Britischen Filmpreise, die gestern Abend in der Londoner Royal Albert Hall verliehen worden sind, ist "The Favourite". Das britische Drama des griechischen Regisseurs Yorgos Lanthimos gewann sieben BAFTA Awards, darunter den für den "Besten britischen Film", für das Drehbuch, Hauptdarstellerin Olivia Colman und Nebendarstellerin Rachel Weisz.

Doch der eigentliche Gewinner des Abends ist das mexikanische Drama "Roma", das vier Preise erhielt und dabei die wichtigsten als "Bester Film", als "Bester fremdsprachiger Film" und für Regisseur Alfonso Cuarón, der auch für seine Kameraarbeit geehrt wurde. Der Mexikaner bedankte sich bei Netflix, dass sie "das Vertrauen und den Mut hatten, sich hinter einen schwarz-weißen Streifen über eine Hausangestellte zu stellen, der auf Spanisch mit Untertiteln gedreht worden ist, und ihn zu den Zuschauern auf der ganzen Welt zu bringen".

Zwei Wochen vor der Oscar-Verleihung haben sich die Chancen für "Roma" nochmals deutlich erhöht, wobei unklar ist, ob die amerikanischen Academy-Wähler auch einen fremdsprachigen Streifen zum "Besten Film" wählen werden. Academy Awards für Cuarón und für den "Besten fremdsprachigen Film" scheinen der Netflix-Produktion aber sicher, ebenso wie der Goldjunge für Nebendarsteller Mahershala Ali, der gestern Abend erneut für seine Leistung in dem US-Drama "Green Book" geehrt wurde.

Bei den Hauptdarstellern gewann wieder Rami Malek für "Bohemian Rhapsody" und scheint nun der große Favorit auf den Oscar zu sein. Bei den Damen läuft es auf einen Zweikampf zwischen der englischen Darstellerin Olivia Colman und der amerikanischen Aktrice Glenn Glose hinaus, die in London für ihre Rolle als "The Wife" ("Die Frau des Nobelpreisträgers") zwar leer ausging, aber in den USA wahrscheinlich "Heimvorteil" genießt und nun aufgrund ihrer bereits siebten Oscar-Nominierung einfach "fällig ist".

Durch den Abend führte zum zweiten Mal Joanna Lumley, deren lahme Gags weitgehend verpufften. Der Preis für das Lebenswerk, der BAFTA Fellowship, ging an die US-Cutterin Thelma Schoonmaker, die unter anderem 22 Streifen von Martin Scorsese geschnitten hat.

Hier die vollständige Liste der Nominierungen (und Gewinner):

Bester Film:
"BlacKkKlansman"
"The Favourite"
"Green Book"
"Roma"
"A Star Is Born"

Bester britischer Film:
"Bohemian Rhapsody"
"The Favourite"
"McQueen"
"Stan & Ollie"
"You Were Never Really Here"

Bester fremdsprachiger Film:
"Capernaum" (Libanon)
"Cold War" (Polen)
"Dogman" (Italien)
"Roma" (Mexiko)
"Shoplifters" (Japan)

Bester Dokumentarfilm:
"Free Solo"
"McQueen"
"RBG"
"They Shall Not Grow Old"
"Three Identical Strangers"

Bester Animationsfilm:
"Incredibles 2"
"Isle of Dogs"
"Spider-Man: Into the Spider-Verse"

Beste Regie:
Bradley Cooper ("A Star Is Born")
Alfonso Cuarón ("Roma")
Yorgos Lanthimos ("The Favourite")
Spike Lee ("BlaKkKlansman")
Pawel Pawlikowski ("Cold War")

Bestes Originaldrehbuch:
Alfonso Cuarón ("Roma")
Brian Currie, Peter Farrelly und Nick Vallelonga ("Green Book")
Deborah Davis und Tony MacNamara ("The Favourite")
Janusz Glowacki und Pawel Pawlikowski ("Cold War")
Adam McKay ("Vice")

Bestes adaptiertes Drehbuch:
Bradley Cooper, Will Fetters und Eric Roth ("A Star Is Born")
Nicole Holofcener und Jeff Whitty ("Can You Ever Forgive Me?")
Barry Jenkins ("If Beale Street Could Talk")
Spike Lee, David Rabinowitz, Charlie Wachtel und Kevin Willmott ("BlacKkKlansman")
Josh Singer ("First Man")

Beste Hauptdarstellerin:
Glenn Close ("The Wife")
Olivia Colman ("The Favourite")
Viola Davis ("Widows")
Lady Gaga ("A Star Is Born")
Melissa McCarthy ("Can You Ever Forgive Me?")

Bester Hauptdarsteller:
Christian Bale ("Vice")
Steve Coogan ("Stan & Ollie")
Bradley Cooper ("A Star Is Born")
Rami Malek ("Bohemian Rhapsody")
Viggo Mortensen ("Green Book")

Beste Nebendarstellerin:
Amy Adams ("Vice")
Claire Foy ("First Man")
Margot Robbie ("Mary Queen of Scots")
Emma Stone ("The Favourite")
Rachel Weisz ("The Favourite")

Bester Nebendarsteller:
Mahershala Ali ("Green Book")
Adam Driver ("BacKkKlansman")
Richard E. Grant ("Can You Ever Forgive Me?")
Sam Rockwell ("Vice")
Timothée Chalamet ("Beautiful Boy")

Beste Kamera:
Alfonso Cuarón ("Roma")
Robbie Ryan ("The Favourite")
Linus Sandgren ("First Man")
Newton Thomas Sigel ("Bohemian Rhapsody")
Lukasz Zal ("Cold War")

Beste Musik:
Bradley Cooper, Lady Gaga, Lukas Nelson ("A Star Is Born")
Terence Blanchard ("BlacKkKlansman")
Nicholas Britell ("If Beale Street Could Talk")
Alexandre Desplat ("Isle of Dogs")
Marc Shaiman ("Mary Poppins Returns")

Bester Schnitt:
Hank Corwin ("Vice")
Tom Cross ("First Man")
Alfonso Cuarón und Adam Gough ("Roma")
Yorgos Mavropsaridis ("The Favourite")
John Ottman ("Bohemian Rhapsody")

Beste Ausstattung:
"Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald"
"The Favourite"
"First Man"
"Mary Poppins Returns"
"Roma"

Beste Kostüme:
"The Ballad of Buster Scruggs"
"Bohemian Rhapsody"
"The Favourite"
"Mary Poppins Returns"
"Mary Queen of Scots"

Beste Maske:
"Bohemian Rhapsody"
"The Favourite"
"Mary Queen of Scots"
"Stan & Ollie"
"Vice"

Bester Ton:
"Bohemian Rhapsody"
"First Man"
"Mission: Impossible: Fallout"
"A Quiet Place"
"A Star Is Born"

Beste Visuelle Effekte:
"Avengers: Infinity War"
"Black Panther"
"Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald"
"First Man"
"Ready Player One"

Bester britischer Kurzfilm:
"73 Cows"
"Bachelor, 38"
"The Blue Door"
"The Field"
"Wale"

Bester britischer Kurzanimationsfilm:
"I'm OK"
"Marfa"
"Roughhouse"

Bestes britisches Debut:
Richard Billingham (Drehbuch und Regie) und Jacqui Davies (Produktion) für "Ray & Liz"
Chris Kelly (Drehbuch, Regie und Produktion) für "A Cambodian Spring"
Daniel Kokotajlo (Drehbuch und Regie) für "Apostasy"
Michael Pearce (Drehbuch und Regie) und Lauren Dark (Produktion) für "Beast"
Leanne Welham (Drehbuch und Regie) und Sophie Harman (Produktion) für "Pili"

Rising Star Award (Publikumspreis):
Barry Keoghan
Cynthia Erivo
Jessie Buckley
Lakeith Stanfield
Letitia Wright


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