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Bohemian Rhapsody - Freddie Mercury (Rami Malek)
Bohemian Rhapsody - Freddie Mercury (Rami Malek)
© 20th Century Fox

"Bohemian Rhapsody" triumphiert bei Golden Globes

Glenn Close und Rami Malek gewinnen

Bei der 76. Golden Globes-Verleihung gestern Abend in Los Angeles sind "Bohemian Rhapsody" als "Bestes Drama" und dessen Freddy Mercury-Hauptdarsteller Rami Malek durch die rund 90 ausländischen Journalisten der Hollywood Foreign Press Associaton ausgezeichnet worden. Damit ging der große Musikfilm-Konkurrent "A Star Is Born" überraschend fast leer aus, bis auf den erwarteten Sieg für "Shallow" als "Bester Song".

Dennoch sind insbesondere die Chancen für "Green Book" auf den Academy Award kommenden Monat gestiegen, auch wenn die Globes irrwitzigerweise diesen in die "Musical oder Komödie"-Kategorie und "Bohemian Rhapsody" in die "Drama"-Sparte eingeordnet hatten. Traditionell werden bei den Oscars die ernsteren Filme wie Dramen eher bevorzugt, aber ein solches ist "Green Book" ja auch - und hat mit drei Preisen als "Beste Komödie", für das Drehbuch und Nebendarsteller Mahershala Ali ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt nach seinem Sieg beim Toronto Filmfestival und dem Gewinn des National Board of Review Awards.

Der Preis für die "Beste Regie" ging indes an Alfonso Cuarón, dessen "Roma" auch als "Bester fremdsprachiger Film" gewann, was das mexikanische Drama auch zum großen Favoriten auf den Oscar in dieser Sparte macht. Und möglicherweise verlängert Cuaron auch die Siegerliste mexikanischer Filmemacher bei den Academy Awards.

Neben Rami Malek wurden Olivia Coleman für "The Favourite", Glenn Close für "The Wife" ("Die Frau des Nobelpreisträgers") und Christian Bale für "Vice" ausgezeichnet. Close, deren Chancen auf ihren ersten Oscar nun gewachsen sind, wies in ihrer Dankesrede auf die Schwierigkeiten hin, die Frauen noch immer im Filmgeschäft beschränken: "Der Film heißt 'The Wife', und deshalb hat es 14 Jahre gedauert, ihn zu drehen."

In ihrer von politischen Tönen freien Moderation nahm auch Sandra Oh, die zusammen mit Andy Samberg durch den Abend führte, Bezug auf Diversität: "Ich sehe mir heute Abend dieses Publikum an und bin Zeuge eines Moments des Wandels. Nächstes Jahr kann es wieder anders sein und wird es möglicherweise auch. Aber dieser Moment ist echt, denn ich sehe euch."

Regina King, die als Nebendarstellerin für "If Beale Street Could Talk" gewann, nahm den Faden der letztjährigen Preisverleihungssaison auf, die von der #metoo-Debatte und der Kontroverse um den Anteil von Frauen hinter der Kamera bestimmt wurde. "Ich schwöre, dass alles, was ich produziere, einen Anteil von 50 Prozent Frauen hat. Und ich fordere jeden auf, der in verantwortlicher Position ist, sich mit uns solidarisch zu zeigen und das Gleiche zu tun."

Jeff Bridges wurde mit dem Cecil B. DeMille Award für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Hier die Liste der Nominierungen und Gewinner:

Bestes Drama:
"Black Panther"
"BlacKkKlansman"
"Bohemian Rhapsody"
"If Beale Street Could Talk"
"A Star Is Born"

Bestes Musical oder Komödie:
"Crazy Rich Asians"
"The Favourite"
"Green Book"
"Mary Poppins Returns"
"Vice"

Bester Animationsfilm:
"Incredibles 2"
"Isle of Dogs"
"Mirai"
"Ralph Breaks the Internet"
"Spider-Man: Into the Spider-Verse"

Bester fremdsprachiger Film:
"Capernaum" (Libanon)
"Girl" (Belgien)
"Roma" (Mexiko)
"Shoplifters" (Japan)
"Werk ohne Autor" (Deutschland)

Beste Regie:
Bradley Cooper für " A Star Is Born"
Alfonso Cuarón für "Roma"
Peter Farrelly für "Green Book"
Spike Lee für "BlacKkKlansman"
Adam McKay für "Vice"

Bestes Drehbuch:
Debora Davis und Tony McNamara für "The Favourite"
Nick Vallelonga, Brian Currie und Peter Farrelly für "Green Book"
Barry Jenkins für "If Beale Street Could Talk"
Alfonso Cuarón für "Roma"
Adam McKay für "Vice"

Beste Hauptdarstellerin in einem Drama:
Glenn Close für "The Wife"
Lady Gaga für "A Star Is Born"
Nicole Kidman für "Destroyer"
Melissa McCarthy für "Can You Ever Forgive Me?"
Rosamund Pike für "A Private War"

Beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder in einem Musical:
Emily Blunt für "Mary Poppins Returns"
Olivia Coleman für "The Favourite"
Elsie Fisher für "Eight Grade"
Charlize Theron für "Tully"
Constanze Wu für "Crazy Rich Asians"

Bester Hauptdarsteller in einem Drama:
Bradley Cooper für "A Star Is Born"
Willem Dafoe für "At Eternity's Gate"
Lucas Hedges für "Boy Erased"
Rami Malek für "Bohemian Rhapsody"
John David Washington für "BlacKkKlansman"

Bester Hauptdarsteller in einer Komödie oder in einem Musical:
Christian Bale für "Vice"
Lin-Manuel Miranda für "Mary Poppins Returns"
Viggo Mortensen für "Green Book"
Robert Redford für "The Old Man & the Gun"
John C. Reilly für "Stan & Ollie"

Beste Nebendarstellerin:
Amy Adams für "Vice"
Claire Foy für "First Man" ("Aufbruch zum Mond")
Regina King für "If Beale Street Could Talk"
Emma Stone für "The Favourite"
Rachel Weisz für "The Favourite"

Bester Nebendarsteller:
Mahershala Ali für "Green Book"
Timothée Chalamet für "Beautiful Boy"
Adam Driver für "BlacKkKlansman"
Richard E. Grant für "Can You Ever Forgive Me?"
Sam Rockwell für "Vice"

Beste Musik:
Marco Beltrami für "A Quiet Place"
Alexandre Desplat für "Isle of Dogs"
Ludwig Göransson für "Black Panther"
Justin Hurwitz für "First Man" ("Aufbruch zum Mond")
Marc Shaiman für "Mary Poppins Returns"

Bester Song:
"All the Stars" in "Black Panther"
"Girl in the Movies" in "Dumplin"
"Requiem for a Private War" in "A Private War"
"Revelation" in "Boy Erased"
"Shallow" in "A Star Is Born"


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