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Royal Corgi - Der Liebling der Queen
Royal Corgi - Der Liebling der Queen
© Wild Bunch

Deutsche Filmstarts: Wer mag den Liebling der Queen?

Wrestling-Komödie "Fighting with My Family" mit echtem Punch

In der Post-"Avengers"-Woche geht eine bunte Mischung neuer Streifen an den Start in den deutschen Lichtspielhäusern - von ganz jung mit "Royal Corgi" bis zu eher gesetzt wie dem Catherine Deneuve-Drama "Der Flohmarkt von Madame Claire". Was lohnt den Kinobesuch? Und wann lässt man die Geldbörse besser stecken?

"Royal Corgi - Der Liebling der Queen"
Animation
Belgien
81 Minuten
FSK 0

Ein kleiner Corgi-Hund der britischen Königin führt im Buckingham Palace ein wahres Luxusleben. Als er jedoch beim Besuch des US-Päsidenten Trump in Ungnade fällt und aus dem Palast verwiesen wird, lernt er auf den Straßen Londons das normale Leben kennen

Vincent Kesteloh und Ben Stassen, das Regieduo, das der Animationswelt vor drei Jahren den schwachen "Robinson Crusoe" schenkte, widmet sich in diesem belgischen Animationsstreifen, der auf Englisch gedreht worden ist, dem britischen Königshaus. Und Donald Trump. Ob die Gags für Erwachsene in diesem auf ein junges Publikum zielenden Wild Bunch-Produktion gut platziert sind, mag dahingestellt sein. Insgesamt ist "The Queen's Corgi" ein farbenprächtiger Film, dem zunehmend der Fokus abhanden kommt. Die Kritiken sind gemischt.

Unserem Kritiker Andreas Köhnemann hat es nicht gefallen: "Nach einem gelungenen Auftakt hat das Animationsabenteuer kaum mehr als eine vorhersehbare Handlung mit kruden Gags und einfallsloser Action zu bieten."

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"Fighting with My Family"
Komödie
Großbritannien
109 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Reingehen!

Ein ehemaliger Wrestler (Nick Frost) und seine Familie bestreiten ihren Lebensunterhalt mit Auftritten in der englischen Provinz, während die Kinder (Florence Pugh und Jack Lowden) davon träumen, als professionelle Wrestler in den USA einzusteigen.

Der englische Schauspieler und Drehbuchautor Stephen Merchant hat für seinen zweiten Kinofilm nach "Cemetary Junction" ein ungewöhnliches Thema gewählt - und zeigt sich diesem mehr als gewachsen. Die auf einer wahren Geschichte basierende britische Komödie konnte mit Hilfe von Ex-Wrestler und Jetzt-Superstar Dwayne "The Rock" Johnson, der die Universal Pictures-Produktion produziert hat und einen Gastauftritt absolviert, realisiert werden. Der Streifen überwindet Klischees mit seiner wirkungsvollen Mischung aus Energie und engagierten Darstellern, die das Publikum begeistert. Auch die Kritiken sind hervorragend.

Unsere Rezensentin Bianka Piringer steht da in nichts nach: "Die Hauptdarstellerin Florence Pugh überzeugt in dieser bewegenden, aber humorvoll erzählten Geschichte einer sozialen Außenseiterin, die sich im Trainingscamp in Florida zu behaupten lernt und den Rückhalt ihrer Familie nicht verliert. Spannende Kampfszenen und Einblicke in die Welt des großen Show-Spektakels fügen sich auf gelungene Weise in die charakterbezogene, in zwei konträren Milieus angesiedelte Handlung."

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"The Hole in the Ground"
Horror
Irland
90 Minuten
FSK 12

Eine junge Mutter (Seána Kerslake) und ihr Sohn (James Quinn Markey) ziehen in ein altes Haus am Rand eines Waldes. Ein großes Loch im Waldboden scheint bald eine böse Macht auszuüben – und den Sohn gravierend zu verändern.

Regisseur und Drehbuchautor Lee Cronin ist bereits Gruselexperte im Bereich Kurzfilm und mit einem Teil des Episodenfilms "Minutes Past Midnight". Mit diesem irischen Horrorfilm gibt er nun sein gelungenes Spielfilmdebut. Was der gut gemachten Weltkino-Produktion an Originalität fehlt, macht sie durch ihre schiere Effektivität in Sachen Schrecken wett und instrumentalisiert dabei auch kunstvoll elterliche Ängste. Während die Kritiken sehr gut sind, kommt das Werk bei den Zuschauern nicht besonders an.

Unsere Kollegin Bianka Piringer kommt zu einem wohlwollenden Urteil: "Der Film veranstaltet ein stimmungsvoll inszeniertes Rätselraten aus der Perspektive einer jungen Frau. Mit dem einsamen alten Haus am Waldrand hat sie sich die richtige Kulisse für Grusel und Alpträume ausgesucht."

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"Der Flohmarkt von Madame Claire"
Drama
Frankreich
94 Minuten
FSK 0

Eine alte, bereits leicht verwirrte Dame (Catherine Deneuve) glaubt, der letzte Tag ihres Lebens sei angebrochen. Daher will sie all ihr Hab und Gut auf dem Flohmarkt verkaufen – Anlass für einen nostalgischen Streifzug durch die Vergangenheit.

Man mag hoffen, dass dies nicht der letzte Film von Catherine Deneuve ist. Es wäre ein allzu seichter Schwanengesang, trotz der wie stets formidablen Titeldarstellerin. Das französische Drama basiert auf dem Roman "Faith Bass Darling's Last Garage Sale" der US-Autorin Lynda Rutledge aus dem Jahr 2012, den Regisseurin und Drehbuchautorin Julie Bertuccelli ("Seit Otar fort ist") als "La dernière folie de Claire Darling" adaptiert hat. Die Neue Visionen-Produktion ist in Frankreich gefloppt

Unserer Kritikerin Bianka Piringer gefiel es: "Unter der Regie von Julie Bertuccelli gerät der Film zu einer bewegenden Mutter-Tochter-Geschichte. Catherine Deneuve und ihre Tochter Chiara Mastroianni spielen das entfremdete Gespann, das sich nach langer Trennung wieder begegnet."

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"Im Netz der Versuchung"
Krimi
USA
106 Minuten
FSK 12

Unsere Empfehlung: Spart Euch das Geld!

Die Ex-Frau (Anne Hathaway) eines Kapitäns (Matthew McConaughey), der ein Ausflugsboot in der Karibik führt, will ihn für den Mord an ihrem neuen Gatten (Jason Clarke) gewinnen.

Einer der großen Flops des bisherigen Kinojahres wird nun an die hiesigen Strände gespült: "Serenity" - so der Originaltitel - zeigt, was passiert, wenn sich ein Künstler wie der englische Regisseur und Drehbuchautor Steven Knight ("No Turning Back") schwer vergaloppiert. Sein US-Kriminalfilm ist nicht das, was er scheint. Vor allem aber ist er nicht annähernd so clever oder unterhaltsam, wie Knight es sich wohl gedacht hat. Die Universum-Produktion ist von den Kritikern verrissen und von den Zuschauern ignoriert worden.

Und genau dazu rät auch unser Rezensent Falk Straub: "Eine unausgegorene Mischung aus Thriller, Familiendrama, Mystery Film und Mindgame Movie, deren prächtig schimmernde Einzelteile nicht zusammen passen wollen. Anne Hathaway ist eine glatte Fehlbesetzung, und auch das Schauspiel des übrigen Ensembles grenzt an unfreiwillige Komik. Des Rätsels Lösung lässt das Publikum gleichermaßen unbewegt wie unbefriedigt zurück."

Hier geht es zu den kompletten Filmstarts


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