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Trolls World Tour
Trolls World Tour
© Universal Pictures International

Kinokette AMC sauer auf Universal Pictures

"Das ist keine leere Drohung"

Ursprünglich sollte "Trolls World Tour" am 10. April in die US-Kinos kommen. Wegen der Corona-Pandemie entschieden sich Universal Pictures bereits Mitte März, ihren Animationsstreifen statt dessen am selben Tag als Video on Demand für 20 Dollar im Internet zu veröffentlichen.

Nun vermeldet das Studio, dass in den ersten drei Wochen rund 100 Millionen Dollar umgesetzt worden sind. "Das Ergebnis hat unsere Erwartungen übertroffen und die Rentabilität von Video on Demand bewiesen. Sobald die Kinos wieder öffnen, werden wir Filme in beiden Formaten veröffentlichen", freut sich NBCUniversal-Vorsitzender Jeff Shell.

Überhaupt nicht mit dieser Entscheidung anfreunden kann sich die Kinokette AMC Theaters, wie "The Hollywood Reporter" berichtet. Das Unternehmen hat angekündigt, überhaupt keine Universal-Produktionen mehr zu zeigen. "Man glaubt wohl, dass wir lammfromm die neue Linie, wie Studios und Kinos zusammen arbeiten sollen, schlucken, mit null Interesse auf Seiten von Universal, wie solche Maßnahmen uns betreffen werden", ärgert sich AMC-Chef Adam Aron. "Universal will den Kuchen behalten und zugleich aufessen. Das ist enttäuschend, aber diese Aussagen lassen uns keine andere Wahl. Also werden wir ab sofort keine Universal-Streifen mehr in unseren Kinos in den Vereinigten Staaten, Europa oder dem Mittleren Osten aufführen. Das ist keine leere Drohung."

Der AMC-Chef erklärt weiter, dass man "willens ist, sich mit Universal hinzusetzen, um unterschiedliche Strategien und wirtschaftliche Modelle zu besprechen, aber da solche Diskussionen bislang nicht stattgefunden haben, endet unsere jahrzehntelange, unglaublich erfolgreiche Geschäftszusammenarbeit heute leider".

Universal reagiert per Pressemitteilung: "Wir glauben absolut an das Kinoerlebnis und haben nichts Gegenteiliges verlautbart. Wir freuen uns darauf, weitere vertrauliche Gespräche mit unseren Kinopartnern zu führen, sind aber enttäuscht bei diesem Versuch von AMC, unsere Position und unsere Handlungen in ein falsches Licht zu rücken."


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