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Kritik: T2 Trainspotting (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Fortsetzungen haben im Allgemeinen den Ruf, nie so gut wie das Original zu sein. Das trifft sicherlich auch auf "T2 Trainspotting" zu, ist aber kein Grund zur Beunruhigung. Denn obwohl das schwarzhumorige Krimi-Drama nicht an die Verve des der gefeierten Vorgängers heranreichen kann, ist diese filmische Rückkehr dennoch ein starkes Stück Kino.

Das liegt unter anderem daran, dass sich die Macher und Stars des ersten Teils hier erneut zusammengefunden haben und deutlich machen, dass "T2" eine Herzensangelegenheit ist. Regie führt wieder Danny Boyle, das Drehbuch stammt abermals von John Hodge und vor der Kamera stehen selbstverständlich neben Ewan McGregor auch Ewen Bremner, Johnny Lee Miller sowie Robert Carlyle.

Boyles Inszenierung lässt sich durchaus als nostalgischer Rückblick verstehen, der ganz gezielt auf den nun schon 20 Jahre alten Vorgänger anspielt. Und doch bleibt es nicht bei einer wehmütigen Hommage, "T2" ist ein Film, der durchaus auf eigenen Beinen steht.

Der jugendliche Elan aus "Trainspotting" ist verflogen, stattdessen blickt Boyle auf die Sinnkrisen erwachsener Männer. Das ist oft witzig, aber schlägt auch erstaunlich ernste Töne an. "T2" ist vielleicht nicht sonderlich aufregend und bahnbrechend, aber im direkten Vergleich sicherlich der reifere Film.

Fazit: "T2 Trainspotting" funktioniert einerseits als nostalgischer Rückblick auf den gefeierten Vorgänger, steht allerdings zugleich doch auf eigenen Beinen. Das schwarzhumorige Krimi-Drama mag zwar nicht so bahnbrechend und wild inszeniert sein wie das Original, erzählt dafür aber umso treffender von den Sinnkrisen erwachsener Männer.





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