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Jack Reacher - Plakat
Jack Reacher - Plakat
© Paramount Pictures Germany

Jack Reacher (2013)

US-Krimi mit Tom Cruise, nach Lee Childs Roman "Sniper": Ex-Militärermittler Jack Reacher hat sich geschworen, James Barr, der im Golfkrieg vier Menschen ermordete und aus politischen Gründen nicht verurteil wurde, hinter Gitter zu bringen. Doch als nach einer Schießerei Barr ausgerechnet mit seinem Erfeind Reacher zusammenarbeiten will, findet sich Reacher in einem perfiden Komplott wieder...User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.8 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Ein Scharfschütze hat in Pittsburgh fünf Menschen kaltblütig erschossen. Die Indizien am Tatort sprechen eine eindeutige Sprache: Der ehemalige Armee-Scharfschütze James Barr (Joseph Sikora) ist der Täter. Während des Verhörs schweigt er – und verlangt lediglich schriftlich, dass Jack Reacher (Tom Cruise) herkommen soll. Zur Verblüffung von Detective Emerson (David Oyelowo) und Staatsanwalt Rodin (Richard Jenkins) taucht der Ex-Militärermittler Jack Reacher von alleine auf – und lässt sich von Barrs Verteidigerin Helen Rodin (Rosamund Pike) anheuern. Obwohl er James Barr gerne hinter Gittern sähe, zweifelt er an dessen Schuld.

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Jack ReacherJack Reacher - Tom CruiseJack Reacher - Tom CruiseJack Reacher - Tom Cruise als Jack Reacher und Robert...CashJack Reacher - Tom Cruise,Lee Child und Rosamund PikeJack Reacher - Rosamund Pike, Tom Cruise


Filmkritik

Jack Reacher ist eine Kultfigur für Thriller-Fans. In insgesamt 17 Büchern hat der amerikanische Bestseller Autor Lee Child seinen Protagonisten bisher auftreten lassen und seine Fan-Gemeinde ist groß. Basierend auf dem neunten Buch "Sniper" beginnt nun die filmische Adaption der Reihe, die offensichtlich auf Fortsetzungen angelegt ist. Darauf deutet schon das Ende des Films von Christopher McQuarrie hin, das den Mythos Jack Reacher noch einmal untermauert.

Von Anfang an wird Jack Reacher als ein Mysterium eingeführt. Er war bei der Armee, ist danach spurlos verschwunden und es gibt kaum Hinweise auf seinen Aufenthalt oder sein Leben. Im Buch noch 1,95 Meter groß, stämmig und blond, wird er nun von Tom Cruise als deutlich athletischerer Typ gespielt. Gemeinsam ist ihnen das Streben nach Gerechtigkeit – wie immer diese auch aussehen mag. Jack Reacher ist der Typ des noblen Fremden, dem seine Prinzipien wichtiger sind als Regeln.

Als die Besetzung von Tom Cruise als Jack Reacher bekannt wurde, protestierten viele Fans gegen die geringe physische Ähnlichkeit. Aber es liegt nicht an ihr, dass der Film lediglich solide Thriller-Unterhaltung bietet. Vielmehr ist es Drehbuchautor und Regisseur Christopher McQuarrie nicht gelungen, einen eigenen Ton oder Stil zu finden, die seinen Film aus der Masse ähnlicher Filme herausragen lassen.
Bildsprache und Ästhetik sind genregemäß, die Wendungen sind kaum überraschend, die Verfolgungsjagden allenfalls aufgrund der Autotypen auffällig und letztlich ist sogar den Kampfszenen anzusehen, dass hier die in den USA so wichtige Altersfreigabe PG-13 erreicht werden sollte.

Daneben vermag es auch Tom Cruise nicht, Jack Reacher ein eigenes Profil zu geben. Er spielt einen Rächer, der auch unliebsame Taten begeht, um der Gerechtigkeit genüge zu tun. Im besten Fall hätte er also dort begonnen, wo er in "Collateral" aufgehört hat. Stattdessen bleibt er bei den bekannten Gesten und Blicken, so dass er zu jeder Zeit auf der Leinwand einfach Tom Cruise ist. Dürften manche Tom-Cruise-Fans vielleicht Schwierigkeiten mit der Moral dieser Figur haben, dürfte den Jack-Reacher-Anhängern dessen Düsterheit fehlen. Auch Rosamund Pike bleibt als Barrs Anwältin Helen eindimensional. Sie übernimmt das Mandat vor allem, um ihrem Vater (wie immer gut: Richard Jenkins) – dem Staatsanwalt – einen vermeintlich sicheren Fall schwerer zu machen. Dafür riskiert sie ihre Karriere, allerdings wirkt sie zu keiner Zeit mutig oder kompromisslos. Vielmehr fügt sie sich allzu schnell in die Rolle der Frau an der Seite des Helden, die vor allem mit überrascht aufgerissenen Augen in die Kamera schaut. Werner Herzog als Bösewicht ist hingegen eine überraschende Besetzung, die einigen Charme besitzt.

Fazit: Insgesamt wäre mit einem temporeicheren Drehbuch und mehr Risikofreude sicherlich ein besserer Film möglich gewesen. So bleibt "Jack Reacher" ein handwerklich ordentlicher, aber konventioneller Thriller, der trotz einiger Längen unterhält.




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Land: USA
Jahr: 2013
Genre: Drama, Krimi
Länge: 130 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 03.01.2013
Regie: Christopher McQuarrie
Darsteller: Joshua Elijah Reese, Tom Cruise, Jordan Trovillion
Verleih: Paramount Pictures Germany

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