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Kritik: Alles Geld der Welt (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Ein wenig wird Ridley Scotts neuer Film durch die Schlagzeilen um den ehemaligen Hauptdarsteller Kevin Spacey überschattet: Nachdem gegenüber Spacey Vorwürfe sexueller Belästigung laut wurden, ließ Regisseur Scott diesen kurzerhand aus seinem Film schneiden und ersetzte ihn mit Christopher Plummer.

Dem Endergebnis merkt man diesen Rollenwechsel nun zum Glück nicht an, angesichts von Plummers starker Leistung fällt es sogar schwer, sich jemand anderen als den kanadischen Oscar-Preisträger in der Rolle des Öl-Magnaten J. Paul Getty vorzustellen. Plummer bildet das charismatische Zentrum dieses durchweg stimmig besetzten Thriller-Dramas, das zudem mit einem detailgetreuen Set- und Kostümdesign punkten kann.

Trotz dieser Stärken sowie einiger nervenaufreibender Momente kann "Alles Geld der Welt" nicht in jeder Hinsicht überzeugen. Bei einer Spielfilmlänge von mehr als zwei Stunden und mit einem sich über Jahrzehnte erstreckenden Plot lassen sich Längen nicht immer vermeiden und so erweist sich Scotts Version der Geschichte vor allem zu Beginn als recht zähe Angelegenheit.

Zwar nimmt "Alles Geld der Welt" zum Ende hin Fahrt auf und setzt verstärkt und zum Teil sehr drastisch auf Thriller-Elemente, dennoch kann Scott den betulichen, mitunter umständlich erzählten Anfang hiermit nicht ganz wettmachen. So bleibt es bei einem handwerklich aufwendigen, gut gespielten Film, der letztlich doch hinter den Erwartungen zurückbleibt.

Fazit: Christopher Plummer verkörpert in diesem Thriller-Drama von Ridley Scott eindrucksvoll den Öl-Magnaten J. Paul Getty und bildet damit das charismatische Zentrum des Films. Leider kann "Alles Geld der Welt" nicht in jeder Hinsicht überzeugen und leidet unter manchen Längen sowie einem allzu betulichen Beginn.





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