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Jumanji: The next Level
Jumanji: The next Level
© Sony Pictures

Kritik: Jumanji: The Next Level (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Nach dem Welterfolg des ersten Teils (Box-Office: fast 970 Millionen) war schnell klar, dass der Abenteuer-Komödie von 2017 eine Fortsetzung folgen würde. Wie schon bei "Welcome to the Jungle" führte auch bei "The Next Level" der Amerikaner Jake Kasdan Regie. Die Dreharbeiten fanden in unterschiedlichen Etappen von Januar bis Mai 2019 an verschiedenen Orten statt: von Hawaii über Calgary bis New Mexico.

Regisseur Kasdan und sein Team bleiben der gewohnten Rezeptur treu und setzen bei ihrem Mix aus Action, Abenteuer und Komödie in erster Linie auf Humor und Leichtigkeit. Nicht zu Unrecht: Anspruchslose, kurzweilige Filme wie "The Next Level" (und auch schon der Vorgänger) sind einzig auf Berieselung und Unterhaltung ausgelegt. Und diesen Zweck erfüllt "The Next Level" in jedem Fall.

Gut ist, dass die Macher dem Zuschauer hier einige neue, durchaus phantasievolle Schauplätze und "Spiele-Welten" (darunter die endlose Wüste sowie eisige Gebirgslandschaften) bieten. Ebenso sorgt das Wechselspiel zwischen den realen Personen und ihren Avataren für Chaos sowie ein paar herrlich komische Szenen. Nicht zuletzt deshalb, da sich die menschlichen Charaktere hinsichtlich ihrer (körperlichen) Eigenschaften und Wesenszüge natürlich nicht deutlicher von ihren neuen Spiele-Charakteren unterscheiden könnten.

Der Dialogwitz und die spaßigen Slapstick-Einlagen garantieren zudem etliche Lacher, desweiteren agieren alle Darsteller mit viel Spielfreude. Besonders hervor sticht Jack Black, der seinem Avatar – dem Kartenleser Shelly Oberon – einige neue, bislang unbekannte Seiten abgewinnen und diese gekonnt auf der Leinwand ausspielen kann. Bei einem Riesenbudget wie ein solches, das für "The Next Level" zur Verfügung stand, ist es aber enttäuschend, dass bei den CGI-Effekten doch teils arg geschlampt wurde. Vor allem einige der (in unglaublicher Vielzahl) auftretenden Tiere sind derart stümperhaft und unrealistisch animiert, dass man sich verwundert die Augen reibt. Dennoch lohnt es, bis nach dem Abspann sitzen zu bleiben, da man so erfährt, was in nicht allzu ferner Zukunft noch alles auf die illustre Truppe zukommen könnte.

Fazit: Urkomischer, leicht verdaulicher Action-Abenteuer-Mix, der jedoch ebenso schnell in Vergessenheit geraten wird wie Teil Eins und zu viele sowie insgesamt enttäuschend umgesetzte Animationen bietet.




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