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Cats (2019)

Musical: Die Jellicle-Katzen bereiten sich auf ihren jährlichen Ball in London vor, auf dem eine der Katzen für ein neues Leben auserkoren wird.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.5 / 5

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Als die junge Katze Victoria (Francesca Hayward) ausgesetzt wird, nehmen sich einige der sogenannten "Jellicle Cats" ihrer an – darunter der aufrechte Munkustrap (Robbie Fairchild) und der schüchterne Magier-Kater Mr. Mistoffelees (Laurie Davidson). Victoria erfährt, dass der alljährliche "Jellicle Ball" ansteht, auf dem die Anführerin Old Deuteronomy (Judi Dench) eine Katze auserwählen wird, die es sich verdient hat, in den "Sphärischen Raum" zu gelangen und wiedergeboren zu werden.

Zu den Katzen, die sich hierfür bewerben, zählt die phlegmatische Jennyanydots (Rebel Wilson) sowie der stets hungrige Bustopher Jones (James Corden) und der wehmütige Theater-Kater Gus (Ian McKellen). Während der schurkische Macavity (Idris Elba) die Wahl durch Entführungen zu manipulieren versucht, wird Victoria auf die einsame Grizabella (Jennifer Hudson) aufmerksam.

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Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Das Bühnen-Musical "Cats" von Andrew Lloyd Webber, basierend auf einem Gedichtband von T.S. Eliot, feierte im Jahre 1981 am Londoner West End seine Premiere – und avancierte zu einem weltweiten Hit. 1998 entstand eine Verfilmung, in welcher das Bühnengeschehen mit Kameras eingefangen wurde. Das aktuelle Kino-Spektakel von Tom Hooper ("The King's Speech", "The Danish Girl") verfolgt indes höhere Ziele: Mithilfe der Digital Fur Technology wurde dem Ensemble am Computer ein Fell erzeugt – und als Besetzung wurde ein Mix aus Schauspiel-Koryphäen wie Judi Dench und Ian McKellen, Hollywood-Stars wie Idris Elba und Jennifer Hudson, Comedy-Persönlichkeiten wie Rebel Wilson und James Corden, angesagten Pop-Größen wie Taylor Swift und Jason Derulo sowie jungen Talenten wie Francesca Hayward und Laurie Davidson gewählt.

Bereits die ersten Trailer bescherten dem Projekt reichlich Spott; insbesondere die CGI-Effekte wurden ins Lächerliche gezogen und als gruselig bezeichnet. Auch die Kritiken fielen letztlich recht vernichtend aus. Wer hingegen ein Faible für Camp hat, wird an "Cats" gewiss viel Vergnügen finden. Denn während Hoopers Musical-Adaption "Les Misérables" (2012) denkbar konventionell und bieder geriet, ist seine Katzen-Show eine herrlich bunte, völlig abgedrehte und bizarre Erfahrung, die gerade deshalb so gut funktioniert, weil Hooper den Stoff so ernst nimmt und man der absonderlichen visuellen Umsetzung ihren extremen Aufwand ansieht. Das Drehbuch, das Hooper gemeinsam mit Lee Hall verfasst hat, bemüht sich, dem Nonsens-Plot so etwas wie einen Rahmen zu geben, kann aber nicht verbergen, dass die Bühnen-Vorlage eine einzige Nummernrevue ist.

Besagte Nummern sind wiederum wunderbar skurril – etwa das Mäuse- und Kakerlaken-Ballett, das Rebel Wilson als Jennyanydots entfacht, oder die Vorstellungen, die das räuberische Duo Mungojerrie und Rumpleteazer (verkörpert von Danny Collins und Naoimh Morgan), der launenhafte Draufgänger Rum Tum Tugger (Jason Derulo) oder der Eisenbahn-Kater Skimbleshanks (Steven McRae) liefern. Die Kulissen, die das London der 1920er Jahre darstellen sollen, sind maximal künstlich; obendrein fallen die Größenverhältnisse zwischen den kleinen Katzen und ihrer Umgebung äußerst inkonsequent aus. Dennoch haben die in Neonlicht getauchten Straßen und Hinterhöfe, die menschenleeren (Milch-)Bars und Theaterräume etwas überaus Charmantes. Die Songs – darunter auch das neue, von Taylor Swift und Andrew Lloyd Webber geschriebene Lied "Beautiful Ghosts" – sind einnehmend; unter den Spielenden, Tanzenden und Singenden bleiben (bei aller vorhandenen Star-Power) vor allem die Primaballerina Francesca Hayward als Victoria und der Mistoffelees-Interpret Laurie Davidson in Erinnerung.

Fazit: Ein ungewöhnliches Kino-Erlebnis – absurd und überbordend. Die Effekte mögen befremdlich sein; doch das Ganze entwickelt seine ganz eigene Faszinationskraft.




FBW-BewertungJurybegründung anzeigen

FBW: besonders wertvollDer Film von Tom Hooper ist die imposante Adaption des Erfolgsmusicals von Andrew Lloyd Webber, aber zugleich auch ein Experiment. Auf der erzählerischen Ebene folgt der Regisseur der Vorlage, indem er nicht etwa versucht, das Ausgangsmaterial durch [...mehr]

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: USA
Jahr: 2019
Genre: Drama, Komödie, Fantasy, Musical
Länge: 110 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 25.12.2019
Regie: Tom Hooper
Darsteller: Idris Elba, Rebel Wilson, Judi Dench
Verleih: Universal Pictures International

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