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© Disney

Walt Disney Company kauft 20th Century Fox

52 Milliarden Dollar-Fusion

Heute starten in den USA "Star Wars: The Last Jedi" und "Ferdinand" in den Kinos. Der Science Fiction-Film aus dem Hause Walt Disney Company und dessen Verleiharm Buena Vista Pictures feiert in gewaltigen 4232 Lichtspielhäusern Premiere, der Animationsstreifen von 20th Century Fox steht auf 3621 Spielplänen - insgesamt also gut 8000 Filmtheater.

Geht alles so, wie es sich Disney und Fox vorstellen, wären im kommenden Jahr diese Marktmacht in den Händen eines einzigen Studios - dem Haus mit der Maus. Kartellwächtern müsste eigentlich schwindlig werden, aber die politische Stimmung hat sich schon einmal für diesen Mega-Deal der Unterhaltungsbranche positioniert: So hat US-Präsident Donald Trump seinem Freund, dem 21st Century Fox-Besitzer Rupert Murdoch, schon einmal öffentlich zu dem Geschäft gratuliert.

Aus sechs mach fünf. Wenn der Deal durchgeht, dann wird es künftig nur noch Disney, Columbia Pictures, Paramount Pictures, Warner Brothers Pictures und Universal Pictures geben. Disney - in diesem Jahr wie im Vorjahr mutmaßlich wieder Marktführer im US-Kino - haben es sich 52 Milliarden Dollar kosten lassen, der Konkurrenz ihren Unterhaltungsbereich mitsamt des Filmstudios 20th Century Fox abzukaufen. Dies ist eine der größten Fusionen in der Geschichte der amerikanischen Unterhaltungsindustrie.

Der Disney-Konzern hat in den vergangenen Jahren bereits ein Händchen mit den Übernahmen von Pixar, Marvel und Lucasfilm bewiesen. Ohne diese Zukäufe würde das Filmstudio wohl nur "unter ferner liefen" im Konzert der Großen mitmischen. So aber - und durch den Ankauf des Studios, das hinter dem potentiellen Milliardengeschäft der "Avatar"-Fortsetzungen oder den "X-Men"-Abenteuern steht - wird man die Marktmacht nicht nur zementieren, sondern sogar ausbauen können.

Kraftstrotzend hat Disney-Chef Bob Iger nun angekündigt, ab 2019 einen Streaming-Dienst anzubieten, auf dem eigene Titel angeboten werden und der HBO, Amazon und Netflix Konkurrenz machen soll.



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