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Jojo Rabbit
Jojo Rabbit
© 20th Century Fox

"Jojo Rabbit" gewinnt das Toronto Filmfestival

Werk von Taika Waititi polarisiert

Die Zuschauer, die auf den Internationalen Filmfestspielen von Toronto traditionell den Sieger küren, haben in der Vergangenheit einen sicheren Geschmack bewiesen, nimmt man die jeweiligen Preisverleihungssaisons als Maßstab. In den Vorjahren gewannen "Green Book", "Three Billboards Outside Ebbing, Missouri" und "La La Land", die allesamt zu Oscar-Weihen kamen.

Der diesjährige Gewinnerfilm ist allerdings ein etwas anderes Kaliber, denn "Jojo Rabbit" polarisiert. Der neuseeländische Regisseur Taika Waititi ("Thor: Ragnarok") hat sein eigenes Drehbuch verfilmt und auch die Rolle eines trotteligen Adolf Hitler übernommen. Dieser ist der eingebildete Freund eines von Roman Griffin Davis gemimten Zehnjährigen, der entdeckt, dass seine von Scarlett Johansson gespielte Mutter ein jüdisches Mädchen auf dem Dachboden versteckt hält, das von Thomasin McKenzie dargestellt wird. Der Film basiert auf dem Roman "Caging Skies" der neuseeländischen Autorin Christine Leunens aus dem Jahr 2008.

Auf den zweiten Rang wählte das Festivalpublikum das US-Drama "Marriage Story" von Noah Baumbach mit - ebenfalls - Scarlett Johansson und Adam Driver. Dritter wurde der südkoreanische Thriller "Gisaengchung" ("Parasite") von Joon-ho Bong, der im Mai die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes erhalten hatte.

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