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Aladdin
Aladdin
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Aladdin (2019)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Auf Tim Burtons "Dumbo" folgt mit "Aladdin" eine weitere Mischung aus Realfilm und Computeranimation, die auf einem Zeichentrick-Erfolg der Walt Disney Company basiert. Die abermalige Adaption der Geschichte aus der Märchensammlung "Tausendundeine Nacht" bleibt dramaturgisch sehr nah an dem gezeichneten Werk aus dem Jahre 1992 – und auch optisch ist eine enge Orientierung zu erkennen. Der britische Regisseur Guy Ritchie ("Bube Dame König grAS", "Sherlock Holmes"), der gemeinsam mit John August auch das Drehbuch verfasste, bringt seine Action-Erfahrung in diversen temporeichen Verfolgungsjagden ein; eine wirklich eigenständige Arbeit legt er indes nicht vor.

Der Film vermag mit seinen Schauwerten zu faszinieren; der Basar der Wüstenstadt Agrabah sowie der Palast des Sultans oder die Wunderhöhle, in die sich der Titelheld begibt, sind einnehmend in Szene gesetzt. Auch der gemeinsame nächtliche Ausflug von Aladdin und Jasmine auf dem fliegenden Teppich und die zahlreichen Gesangs- und Tanznummern haben erneut Charme; gleichwohl bietet Ritchies Version wenig Neues. Die CGI-Effekte, die unter anderem den Affen Abu, den Papagei Jago und den Haustiger Rajah ins Geschehen einfügen, sind solide, es gibt ein paar willkommene Plot-Modifizierungen - etwa um Jasmines Erzählstrang feministischer zu gestalten - sowie einige moderne Einschübe, zum Beispiel wenn an einer Stelle der Film zurückgespult wird und der Lampengeist Dschinni die vierte Wand durchbricht, indem er kurz selbst zum Kinozuschauer wird. Von seinem starken Vorbild lösen kann sich das Remake dadurch allerdings nicht.

Mena Massoud ("Jack Ryan") verkörpert die Hauptrolle sympathisch und auch seine Leinwandpartnerin Naomi Scott ("Power Rangers") verfügt über Charisma; zum Szenendieb wird jedoch – wie es zu vermuten war – der spielfreudige Will Smith als Lampengeist Dschinni. Recht eindimensional fällt wiederum die Interpretation des Schurken Jafar durch Marwan Kenzari ("Mord im Orient Express") aus.

Fazit: Eine schauwertträchtige Neuverfilmung mit Tempo, guten Tricks und einem Will Smith in Hochform, die allerdings kaum mit eigenen Ideen aufwartet.




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