US Action-Comicverfilmungssequel: Tony Stark alias Iron Man wird von einem skrupellosen Gegner geschlagen. Allein auf sich und seinen Scharfsinn gestellt, muss er sich zu alter Form zurückkämpfen um jene zu beschützen, die er liebt...
Inhalt
Im dritten Solo-Abenteuer des rot-goldenen Rächers bekommt es Multimilliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) mit einem perfiden Terroristen zu tun, der sich selbst der Mandarin (Ben Kingsley) nennt. Da trifft es sich gut, dass er in der Zwischenzeit an vielen neuen Rüstungen getüftelt hat, beispielsweise der Mark 42, die in der Lage ist, sich frei fliegend in Einzellteilen, um ihn herum zusammenzubauen. Diesen Vorgang steuert Stark mittels eines synthetischen Nanovirus, der ihm die kybernetische Kontrolle über seinen Anzug verleiht. Ohne Rüstung fühlt sich Stark im Augenblick auch gar nicht wohl. Falls er überhaupt schläft, wird er von furchtbaren Albträumen heimgesucht, während ihn tagsüber Panikattacken beuteln. Über all diese Probleme, entgeht ihm dann beinahe, dass sich ein Rivale (Guy Pearce) an seine Herzensdame Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) ranmacht. Und als der Mandarin heimtückisch zuschlägt, wird er mit der schmerzlichen Tatsache konfrontiert, dass die Rüstung allein noch lange nicht den Helden macht.
Superhelden in Hitech-Anzügen sind ungemein populär. Ob DC´s "Batman" oder Marvels "Iron Man", unter der Maske befindet sich ein verwundbares menschliches Wesen. Das macht diese Figuren nahbarer als beispielsweise den Kryptonier "Superman" oder den Donnergott "Thor". Und tatsächlich waren die Dark-Knight- und die Iron-Man-Filme die kommerziell erfolgreichsten Genre-Verfilmungen bisher. Zugegeben, da gab es noch "The Avengers"; im Grunde waren die aber nichts anderes, als "Iron Man & Band".
Nach zwei Auftritten als Regisseur und Nebendarsteller erfolgt die Staffelstabübergabe: Jon Favreau räumt den Regiestuhl in "Iron Man 3" für Shane Black und avanciert von Starks Chauffeur Happy Hogan zum Security-Chef. Anders als Favreau legt Black den voraussichtlich finalen Teil der Iron-Man-Saga (soweit den Verlautbarungen von Robert Downey Jr. zu glauben ist) wesentlich Dialoglastiger an. Der Film gibt sich in der ersten Hälfte süffisant und pointiert, fast möchte man meinen, die Action käme dabei aber irgendwie zu kurz. Dieser Humor steht dann auch im Kontrast zum gewollten Dramamotiv. Stark soll diesmal besonders von seiner menschlich-verletzlichen Seite porträtiert werden. Die vielen Witzeleien verhindern aber, dass man mit der Figur wirklich mitfiebert oder dass das Leiden gar besonders ernst genommen wird.
In puncto Widersacher wird dafür gleich doppelt aufgefahren. Es gibt eine augenscheinliche und eine im Verborgenen lauernde Bedrohung. Ben Kingsley, der dabei als Bin-Laden-Verschnitt herhalten muss, liefert eine Over-the-Top-Performance ab, irgendwie wirft das aber wiederum gewisse Fragen auf: Kann das alles noch als Form satirischer Verarbeitung des 9/11-Traumas angesehen werden oder handelt es sich mal wieder um das übliche US-amerikanische Paranoia-Motiv, dass diese Nation seit diesem Tag einfach kollektiv nicht mehr loslässt. Insbesondere, da ein zentrales Thema von "Iron Man 3" schließlich auch die Kriegsführung mit biologischen Massenvernichtungswaffen ist. Bedenkt man überdies noch jüngste Geschehnisse in beim Boston-Marathon, wundert es eigentlich gar nicht mehr, dass viele Filme diese Motive in abgewandelter Form wieder und wieder durchexerzieren.
Bevor der Streifen sich aber zu sehr mit Starks Psychoknacks oder pseudo-politisierender Terrorismus-Attitüde festfährt, wird der Zauberstab ausgepackt und dem Publikum ein ordentliches CGI-Actionfeuerwerk beschert. Im Showdown gibt es dann auch gleich mehr als ein Dutzend "Iron Man"-Rüstungen zu bestaunen, darunter solche Monstrositäten wie den "Hulk"-Buster, den man sicher mal gerne in einem One-on-One-Aufeinandertreffen der Giganten sehen würde. Ganz das Niveau des "Avengers"-Finale erreicht "Iron Man 3" schlussendlich aber nicht, was vielleicht auch gar nicht schlecht ist. Schmerzlich werden allerdings die rockigen Klänge von AC/DC vermisst, welche die beiden ersten Abenteuer noch begleiteten.
Fazit: Wer sich nicht damit aufhält, allzu viel hinter manch einer Anspielung zu vermuten; und sich von einem gut aufgelegten Robert Downey Jr., einem kongenialen Ben Kingsley sowie einer deftigen Handlung mitreißen lässt, ist mit "Iron Man 3" auf der sicheren Seite.
filmfuzzy vom 26.04.2013 ?Iron Man?, einer der seit Jahrzehnten unverändert beliebten Superhelden aus dem Marvel-Universum, tauchte erstmals 1963 in Heft 39 der Comicreihe ?Tales of Suspense? auf. Fünf Jahre später, im Mai 1968, hatte er seinen ersten Soloauftritt mit Heft 1 seiner eigenen Comicreihe ?The Invincible Iron Man?. Und jetzt steht sein dritter Auftritt im Kino bevor.
In den ersten beiden Teilen beschäftigte sich Tony Stark (Robert Downey Jr.) als Iron-Man meistens mit der Technik und dem Bewusstsein, ich bin der Stärkste. Doch er hat sich verändert, als er in Afghanistan von seiner eigenen Rakete verwundet wird. Dieser Unfall bringt ihn dazu, den ?Iron-Man?-Anzug zu bauen und sich aus dem Waffengeschäft völlig zurückzuziehen. Im dritten Teil wird er mit einer ganz neuen Herausforderung konfrontiert. Plötzlich taucht ein neuer Herausforderer auf. Der Mandarin (Ben Kingsley) zerlegt sein Domizil in Schutt und Asche. Iron-Man kann nur noch seine eigene Haut retten. In Tennessee findet er sich wieder. In einem kleinen Nest. Und ein zwölfjähriger Fan hilft ihm, wieder auf die Beine zu kommen. Na klar, er kämpft sich zurück. Befreit seine Freundin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) aus den Fängen des Übeltäters und bekommt Hilfe von Col. James ?Rhodey? Rhodes (Don Cheadle). Das schaut alles so aalglatt aus und vermittelt kaum noch Spannung. Weil man weiß, das Böse bleibt klar auf der Strecke. Wie schon im Teil 2 ist eine Riege exzellenter Schauspieler nicht die Gewähr für einen hervorragenden Film. Lediglich sticht wiederum die technische Darbietung und ein guter Maskenbildner hervor. Das allein genügt aber nicht dieses Popcorn für die Augen besser zu machen. Und auch die gelungene 3D Technik reißt es nicht raus. 131 Minuten ? nur etwas für den überzeugten Comicfan. Ab 01. Mai 2013 im KINO.