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Star Wars: Die letzten Jedi
Star Wars: Die letzten Jedi
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Star Wars: Die letzten Jedi (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Genau 40 Jahre nach dem ersten Teil der Filmreihe, erscheint mit "Die letzten Jedi" der insgesamt achte Film der Sternensaga. Regie führte Rian Johnson, der sich für "Die letzten Jedi" u.a. von Klassikern wie "Die Brücke am Kwai" oder "Die sieben Samurai" inspirieren ließ. Seinen Durchbruch als Regisseur feierte er 2012 mit dem Actionfilm "Looper". Zuvor inszenierte Johnson u.a. einige Folgen der Erfolgsserie "Breaking Bad". "Die letzten Jedi" wurde ab Anfang 2016 u.a. in den Londoner Pinewood-Studios, im kroatischen Dubrovnik sowie in County Cork in Irland, gedreht. Das Budget belief sich auf rund 200 Millionen Dollar.

Rian Johnson dreht die Nostalgie-Schraube zwar nicht ganz so stark an wie vor zwei Jahren J.J. Abrams bei "Das Erwachen der Macht", dennoch huldigt auch der Neuling dem Geist der Ursprungstrilogie: denn natürlich dürfen ikonische Figuren und Elemente wie C-3PO, der Millennium Falke oder die legendäre Musik von John Williams ebenso wenig fehlen wie spektakuläre Weltraumschlachten und intergalaktische Verfolgungsjagden. Jene Action-Elemente stellen in ihrer Rasanz und Dringlichkeit eine Hommage an die letzten 30 Minuten von "Eine neue Hoffnung" dar und sind der Höhepunkt der "Evakuierungs"-Nebenhandlung um Leia.

Doch Johnson findet auch seinen eigenen Stil, in dem er in "Die letzten Jedi" neue Akzente setzt. So gibt es gerade in den Actionszenen neue Variationen und Spielarten der (mit tollen Effekten ausgestatteten) Kämpfe und Auseinandersetzungen zwischen Erster Ordnung und Rebellen. Und: auch die finale halbe Stunde wartet mit so mancher – inhaltlicher wie inszenatorischer – Finesse sowie Überraschung auf. Und der Mut von Johnson, den Humor-Anteil deutlich zu erhöhen, wird zudem belohnt. Denn "Die letzten Jedi" steckt nicht nur voller selbstironischer Anspielungen und augenzwinkernder Verweise auf die Geschichte der Sternen-Saga.

Ein regelrechtes, pointenreiches "Gag"-Feuerwerk, zündet Johnson gerade in den Szenen mit Luke und Rey – wenn die mutige, tapfere Jung-Rebellin beim in die Jahre gekommenen, melancholischen Skywalker in die Lehre geht. Einiges davon kann man als Verneigung vor den ähnlich gelagerten Szenen in "Das Imperium schlägt zurück", sehen. Damals war es der junge Jedi-Aspirant Skywalker, der von Yoda ausgebildet wurde. Alles in allem fügt Johnson der Reihe mit "Die letzten Jedi" einen weiteren, unfassbar unterhaltsamen und mit vielen neuen Figuren garnierten Film hinzu, bei dem keine der 150 Minuten unnötig oder deplatziert wirkt.

Fazit: Die Macht ist mit Filmemacher Rian Johnson: der bisherige Indie-Regisseur fügt der kultigen Sternensaga mit "Die letzten Jedi" ein fantastisches, action- und humorreiches Kapitel hinzu. Ein Kapitel, das gleichsam den Geist der Ursprungs-Trilogie beschwört aber auch neue Akzente setzt.




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