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Avengers: Infinity War - Teil 1
Avengers: Infinity War - Teil 1
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Avengers: Infinity War (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Infinity War" ist der dritte "Avengers"-Film und wird vom selben Team (Kamera, Drehbuch, Regie) umgesetzt wie "The First Avenger: Civil War". Der 350 Millionen teure Blockbuster besitzt das größte Staraufgebot, über das ein Superheldenfilm jemals verfügte und stellt den vorläufigen Höhepunkt im Marvel Cinematic Universe (MCU) dar. Die Dreharbeiten begannen Anfang 2017 in den amerikanischen Pinewood Atlanta-Studios und führten einige Zeit später nach Schottland. Dort wurde, unter anderem in Glasgow und Edinburgh, sechs Monate lang gedreht.

Viele Jahre arbeitete man bei Marvel auf dieses große Finale, auf die Zusammenführung der größten Helden und wichtigsten Nebenfiguren, hin. Um es gleich vorwegzunehmen: "Infinity War" ist genau das bildgewaltige, visuell beeindruckende Superhelden-Epos geworden, auf das Fans so lange gewartet haben. Sie dürfen sich nun wieder einmal auf ausufernde (CGI-) Schlachten und dutzende spektakuläre Action- und Kampfszenen freuen. Den Machern gelingt es dabei, all die spleenigen Figuren, die in den letzten zehn Jahren in Solo-Abenteuern eingeführt wurden, überzeugend und mit ausgeglichener Screen-Time in der einfach gestrickten Geschichte unterzubringen.

Heißt: Fast alle Helden, mit all ihren charakterlichen Eigenarten und besonderen Fähigkeiten, haben hier mindestens einen wichtigen und starken, mehrminütigen Auftritt auf der Leinwand. Auch das ein Grund, wieso der Film eine Länge von 140 Minuten hat. Hier bleibt sich Marvel also treu: keiner ihrer Filme erzählt seine Geschichte mehr unter – mindestens – 140 Minuten. Die Werke werden immer epischer und ausladender angelegt.

Ein großer Vorteil von "Infinity War" aber ist der tiefgründig gezeichnete Megafiesling Thanos. Endlich verfügt ein Superheldenfilm damit wieder mal über einen komplexer angelegten, auch visuell überzeugend umgesetzten Antagonisten. Das war gerade in einigen jüngeren Superhelden-Produktionen nicht der Fall, etwa was die Bösewichte in den durchwachsenen "Justice League" und "X-Men: Apokalypse" betrifft.

Dennoch bleibt "Infinity War" ein Film für die Fans. Wer nicht mit den Protagonisten, ihren Stärken und Schwächen sowie den individuellen Vorgeschichten vertraut ist, den wird dieses Helden-Tableau schlichtweg überfordern. Zudem sollte man unbedingt die ersten "Avengers"-Filme gesehen haben, um Dramaturgie und Handlung folgen zu können.

Fazit: Fans bekommen mit "Infinity War" das lang ersehnte, visuell berauschende Mega-Crossover, das mit einem vielschichtigen Gegner und seinem bunten Figuren-Ensemble begeistert. All dies geht jedoch zu Lasten der Figurenentwicklung. Und Vorwissen in Bezug auf die Helden und ihre Vorgeschichte ist zudem unabdingbar.




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