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Kritik: Black Panther (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Seinen ersten Aufritt in einem Comic hatte Black Panther Mitte der 60er-Jahre bei den "Fantastischen Vier". Erstmals gab es bei Marvel einen schwarzen Superhelden, der seinen Weg in den Comic-Mainstream fand. Die Dreharbeiten zu "Black Panther" begannen im Januar 2017 und dauerten bis zum April desselben Jahres. Gedreht wurde u.a. in Atlanta sowie der südkoreanischen Stadt Busan. Die Produktionskosten beliefen sich auf rund 200 Millionen Dollar. "Black Panther" ist bis in die Nebenrollen mit hochkarätigen Hollywoodstars gespickt: von Forest Whitaker über Lupita N'yongo bis hin zu Angela Bassett.

"Black Panther" hebt sich inszenatorisch und dramaturgisch nicht allzu sehr von all den anderen Marvel-Superheldenfilmen ab. Da gibt es den Helden wider Willen, der unerwartet (nach dem Tod des Vaters am Ende vom "Civil War") das Erbe seines Erzeugers antritt und ebenso überraschend mit seiner Vorbestimmung konfrontiert wird. Da gibt es die fiesen, durchtriebenen Bösewichte, die die Heimat der Hauptfigur bedrohen und sich in spektakulären Kämpfen dem Titelhelden in den Weg stellen – bis dieser am Ende siegreich aus dem Kampf hervorgeht und Marvel seinen Fans nach dem Abspann eine äußerst pathetische Zugabe serviert, in der T’Challa den Zusammenhalt der Staaten der Welt fordert.

Aber: inhaltlich bietet "Black Panther" einige Finessen und großartige, äußerst kreative Einsprengsel, wie man sie in dieser Form in noch überhaupt keiner Comic-Verfilmung gesehen hat. Das beginnt allein schon mit der Verortung in der bunten, exotischen und von allerlei Mystik umwehten afrikanischen Welt von Wakanda. Die Schauplätze und Handlungsorte sind außergewöhnlich und prächtig gestaltet (Wakanda verfügt u.a. über riesige, hochmoderne Wolkenkratzer und ist unserer Welt technologisch um 100 Jahre voraus). Die Details (etwa die Kleidung der Einwohner) sind ebenso vielseitig wie schrill. Hinzu kommen allerlei geheimnisvolle Riten und eine vom Glauben an Geister und alten Legenden durchzogene Kultur.

Dazu gesellt sich mit Michael B. Jordan als Erik Killmonger der vermutlich vielschichtigste, gelungenste Bösewicht in einem Marvel-Film seit Loki aus "Thor". Killmonger erweist sich als ebenbürtig und kommt in Sachen Leinwandpräsenz, Körperbeherrschung und Fähigkeiten, sogar an T’Challa alias Black Panther heran. Höhepunkt ist ein sehr intensiv geführter Zweikampf zwischen den Beiden im letzten Drittel. Eine witzige Idee ist zudem, Black Panther in bester 007-Manier mit skurrilen Gadgets und fortschrittlichen Superwaffen auszustatten.

Kritik: Dramaturgisch und vom Handlungsverlauf her konventioneller Superhelden-Film, der aber mit einem exotischen Setting, kreativen Einfällen und einem starken Antagonisten punktet.




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