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Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt
Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt
© 20th Century Fox

Kritik: Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Wie schon bei den Vorgängern, saß der Brite Dean DeBlois auch beim dritten Teil des Oscar-prämierten Franchise wieder auf dem Regiestuhl. DeBlois verwandelte die Filme um Wickinger Hicks und seinen Drachen für das Produktionsstudio Dreamworks in eine wahre Goldgrube. Spielte der erste Teil 2010 bereits fast 500 Millionen Dollar ein, konnte der zweite Film diesen Megaerfolg sogar noch toppen: "Drachenzähmen leicht gemacht 2" entwickelte sich mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 600 Millionen Dollar zu einem der größten Kinohits 2014. Die Fans müssen aber stark sein: Getreu dem Motto "aller guten Dinge sind Drei", soll nach "Die geheime Welt" endgültig Schluss sein.

Fremdartige, wilde Geschöpfe (die Drachen) zähmen und – statt sie zu jagen – in friedlicher Koexistenz mit ihnen zu leben sowie voneinander zu profitieren. Das war und ist bis heute ein Kerninhalt der sympathischsten Animationsreihe aus dem Hause Dreamworks. Die wichtige Botschaft vom Leben im Einklang mit der Natur und den in ihr existierenden Wesen stellt seit jeher eines der wichtigsten Elemente der Reihe dar, das verhält sich auch beim erneut wundervoll und detailreich animierten "Drachenzähmen leicht gemacht 3" nicht anders. Zunächst hat man den Eindruck, es geht hier in erster Linie um die Themen Abschied nehmen und Heimatlosigkeit, das legt ja bereits die Inhaltsangabe nahe. Tatsächlich werden diese Aspekte dramaturgisch und erzählerisch insgesamt jedoch nur beiläufig aufgegriffen.

Viel mehr Zeit verwendet DeBlois diesmal auf die Emotionen von Publikumsliebling Ohnezahn, der sich Hals über Kopf in ein höchst elegantes Drachenmädchen verguckt. Die Szenen mit den Beiden, allen voran das gegenseitige Beschnuppern sowie das von anfänglicher Schüchtern- und Unsicherheit geprägte Balzverhalten, gehören zu den humorvollsten und herzlichsten Momenten des Films. Wunderbar mit anzusehen ist, wie die Unbeholfenheit und Ungeschicklichkeit von Ohnezahn direkt und unmittelbar mit der anmutigen Grazie des unnahbaren Weibchens kollidiert. Diese Gegensätzlichkeit sorgt gerade beim luftig-leichten, erfrischenden "Balz-Ballett" für großartige Szenen.

Technisch und visuell ist "Drachenzähmen leicht gemacht 3" der bisher eindrucksvollste aller "Drachenzähmen"-Produktionen. Die Landschaften fallen noch plastischer und üppiger aus, die Details (etwa in den Gesichtern) treten noch klarer zum Vorschein und das atmosphärische Spiel mit Licht und Schatten erweist sich als ausgefeilter denn je.

Fazit: Optisch bestechender Animationsfilm mit fulminanten 3D-Effekten und einer ausgewogenen Mischung aus Humor und Gefühl, der das beliebte Drachen-Franchise zu einem mehr als befriedigenden Ende führt.




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