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Kritik: Aquaman (2018)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Der Unterwasser-Superheld war zuvor bereits in den DC-Comicverfilmungen "Batman vs Superman: Dawn of Justice" und "Justice League" zu sehen. Schon viele Jahre vor Beginn der Dreharbeiten, fiel 2013 erstmals der Name Jason Mamoa als möglicher Darsteller von Aquaman / Arthur Curry. Die erste Klappe fiel dann im Mai 2017 in Australien. Die Dreharbeiten dauerten bis Herbst 2017 an und wurden unter anderem in Marokko und Kanada fortgesetzt. Inszeniert wurde die 180-Millionen-Dollar-Produktion von James Wan, der sich bisher vor allem als Horror-Regisseur ("Insidious", "Conjuring") einen Namen machte.

Der erste eigene Solo-Film für den maritimen Schönling ist vor allem eines: ein mit phantastischen Effekten und berauschenden CGI-Kulissen ausgestattetes, ebenso humorvolles wie kurzweiliges Blockbuster–Spektakel. Der größte Pluspunkt sind dabei ganz klar die (vor allem am Computer) entstandenen Kulissen und Schauplätze in den Tiefen des Meeres. Das mag manch einer als allzu künstlich und plakativ bewerten, andererseits aber entführt uns James Wan in nie zuvor gesehene Welten unter der Meeresoberfläche: bunte, psychedelisch anmutende und opulente Bilder offenbaren eine wahre Wunderwelt voller beeindruckender Tiere, prächtiger Tempelanlagen und bis an die Zähne bewaffneter Armeen.

Dabei tut es dem Film sichtlich gut, dass Wan nicht einen ähnlich düsteren Ton anschlägt wie es zuvor vor allem Zack Snyder in seinen DC-Verfilmungen tat ("Dawn of Justice", "Justice League"). Im Gegenteil: Mit seinem heiteren, locker-leichten Erzählton, der Selbstironie und den knackigen One-Linern, erinnert "Aquaman" vielfach eher an die mit viel Humor gespickten Werke aus dem Marvel-Universum (z.B. "Thor: Ragnarok"). Dass Wan zudem die Action nicht vernachlässigt, zeigt sich in erster Linie in den spektakulär inszenierten Schlachtszenen und temporeichen Verfolgungsjagden – unter Wasser und zu Land. Einer der Höhepunkte ist eine mehrminütige Verfolgungsjagd, die sich unter anderem auf den Dächern einer historischen Stadt am Meer abspielt.

Die einzigen wirklichen Schwächen des Films sind die altbekannten Probleme so ziemlich aller Superheldenfilme der letzten Jahre: die Story ist wenig tiefgründig, der Film ist - mindestens - 20 Minuten zu lang und am Ende hätte man sich beim ausladenden Bombastfinale ebenfalls etwas zurückhalten können.

Fazit: Trotz einiger Schwachpunkte in Sachen Story und Dramaturgie, kann "Aquaman" dank seines schillernden, überwältigenden Unterwasserkosmos und des gelungen selbstironischen Untertons Akzente im angeschlagenen Superheldenkosmos von DC setzen.




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