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Jude Law (51)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 29. Dezember 1972 in Lewisham, London, England
Name: David Jude Law
Größe: 180 cm
Augenfarbe: blau
Haarfarbe: blond

Wurde nach dem Beatles-Hit "Hey Jude" benannt

Bildergalerie

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Biographie

Jude Law wurde am 29. Dezember 1972 im Londoner Stadtteil Lewisham geboren. Die Eltern, das Lehrerpaar Peter und Maggie Law, benannten ihn nach dem Beatles-Hit "Hey Jude". Seine zwei Jahre ältere Schwester Natasha Law ist in England als Illustratorin bekannt. Das Schauspielen studierte Law am Londoner National Youth Music Theatre.

1990 begann er seine Karriere im Fernsehen, mit der Seifenoper "Families". Vier Jahre später folgte sein Kinodebüt: Im Indiehit "Shopping". Bei den Dreharbeiten lernte er seine spätere Ehefrau kennen, die sieben Jahre ältere Schauspielerin Sadie Frost.
1995 konnte Law erstmals einen größeren Kritikererfolg verbuchen: Er trat am Broadway neben Kathleen Turner und Cynthia Nixon in "Indiscretions" auf, einer neuen Version von Jean Cocteaus "Les parents terribles", in der er für längere Zeit nackt zu sehen war. Seine Darstellung des jungen Michael mit den "schrecklichen Eltern" brachte ihm eine Tony Award-Nominierung ein.

Zwei Jahre später folgte sein internationaler Kinodurchbruch: In Stephen Frys "Oscar" stellte er Lord Alfred "Bosie" Douglas dar, einen Lover des irischen Autors Oscar Wilde. 1997 war er außerdem in Andrew Niccols stylischem SciFi-Thriller "Gattaca" und Clint Eastwood Verfilmung von John Berendts Roman "Mitternacht im Garten von Gut und Böse" zu sehen. Im selben Jahr heiratete er auch Sadie Frost. Die beiden haben drei gemeinsame Kinder, Rafferty (*1996), Iris (*2000) und Rudy Indiana Otis (*2002). Im Oktober 2003 wurde die Ehe geschieden.

1999 spielte Law den naiven Playboy Dickie Greenleaf, in Anthony Minghellas Verfilmung von Patricia Highsmith' Kriminalroman "Der talentierte Mr. Ripley". Dafür erntete er eine Oscar- und eine Golden Globe-Nominierung für den besten Nebendarsteller - ging aber beide male leer aus. Immerhin erhielt er für die Darstellung einen BAFTA Award (bester Nebendarsteller).
Es folgten die Hollywoodblockbuster "A.I. - Künstliche Intelligenz" (Steven Spielberg, 2001), "Duell - Enemy at the Gates" (Jean-Jacques Annaud, 2001), "Road to Perdition" (Sam Mendes, 2002) und "Unterwegs nach Cold Mountain" (Anthony Minghella, 2003). Für seine Rolle in dem Historiendrama erhielt er eine Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller.

2004 trat er wieder neben seinem "Ripley"-Co-Star Gwyneth Paltrow auf, in "Sky Captain and the World of Tomorrow" (Kerry Conran). Der Film wurde komplett im Bluescreen-Verfahren gedreht - Law agierte vor einer blauen Wand und die fantastischen Kulissen wurden am Computer hinzugefügt. Trotz der revolutionären Effekte entpuppte sich der Film als Flop. 2004 war dennoch Jude Laws Jahr: In David O. Russells Indiehit "I Heart Huckabees" beeindruckte Law mit der uneitlen Darstellung eines schmierigen Managers. In einer berühmten Szene stillt er Jason Schwartzman für wenige Sekunden an künstlichen Brüsten. Ein breiteres Publikum sah ihn in Michael Caines ursprünglicher Rolle, im Remake von "Alfie" (Charles Shyer), in Martin Scorseses Howard Hughes-Biopic "Aviator" - als der legendäre Haudegen Errol Flynn - im Weihnachtsblockbuster "Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse" (Brad Silberling) und in "Hautnah", Mike Nichols' Star-besetzte Verfilmung von Patrick Marbers gleichnamigem Theaterhit.
Auch sonst sorgte Jude Law für Schlagzeilen: Zunächst mit seiner neun Jahre jüngeren neuen Flamme, der Schauspielerin Sienna Miller (sein Co-Star in "Alfie"). Zu Weihnachten machte er ihr einen Heiratsantrag. Außerdem kürte ihn das People-Magazin zum "Sexiest Man Alive 2004". Seine Dauerpräsenz in diesem Jahr brachte Law bei der Oscar-Verleihung 2005 ein bissiges Kommentar des Moderators Chris Rock ein - der dafür wiederum von Sean Penn gerügt wurde.

Dennoch wurde der Golden Boy 2004 im Folgejahr von der Presse mit Häme überschüttet: Keine vier Wochen nach seiner Verlobung mit Miller betrog er sie bereits. Die 26jährige Daisy Wright war von Laws Ex-Ehefrau Sadie Frost als Kindermädchen eingestellt worden. Wright und Law trafen sich Anfang des Jahres in New Orleans, wo Law "Das Spiel der Macht" drehte. Die Affäre begann nach einem Robert Plant-Konzert und hielt etwa vier Wochen an. Im Juli berichtete sie dann dem britischen Sunday Mirror ausführlich von den Bettqualitäten des "Hautnah"-Stars... Law entschuldigte sich öffentlich, mit einem Statement gegenüber der British Press Association. Miller löste die Verlobung zunächst, fand dann aber doch wieder kurzzeitig mit dem reumütigen Law zusammen - bis sie ihm im November 2006 entgültig den Laufpass gab.
Seine Filme im Jahr 2006, "Das Spiel der Macht" (Steven Zaillian), "Liebe braucht keine Ferien" (Nancy Meyers) - beides High Profile-Projekte mit Kate Winslet - und "Breaking and Entering" (Anthony Minghella) erwiesen sich als kritische und kommerzielle Flops.
Zu Weihnachten konnte er allerdings einen anderen Erfolg verbuchen: Zusammen mit seiner Ex-Frau Sadie Frost und der gemeinsamen Tochter Iris besuchte er das südafrikanische KwaZulu-Natal-Waisenheim und inszenierte dort ein Shakespeare-Stück für wohltätige Zwecke.

2007 übernahm Law zum zweiten Mal eine klassische (und seinerzeit Oscar-nominierte) von Michael Caine geprägte Rolle, im Remake des Thrillers "Sleuth" (1972, deutscher Titel: "Mord mit kleinen Fehlern"). Der Film basiert auf einem Theaterstück von Anthony Shaffer, das für die neue Version vom Nobel-Preisträger Harold Pinter (u.a. "Die Geliebte des französischen Leutnants") adaptiert wurde. In der neuen Version "1 Mord für 2", die Kenneth Branagh inszenierte, spielt Caine die Rolle seines ehemaligen Widersachers.


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